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POL-DO: Pokalbegegnung in Dortmund - Massive Ausschreitungen
Dortmund (ots) - Lfd. Nr.: 1211 Wie bereits mit Pressemeldungen, laufende Nummer 1207 und 1208, berichtet, kam es anlässlich der Pokalspielbegegnung BVB Dortmund gegen Dynamo Dresden gestern Abend, 25. September 2011, 18.30 Uhr, zu massiven Angriffen auf die Einsatzkräfte der Polizei durch gewaltbereite Anhänger von Dynamo Dresden.
Schon vor Spielbeginn hatten sich ca. 4500 Anhänger von Dynamo Dresden auf dem, von der Polizei im Vorfeld angebotenen Parkplatz E 3 in der Nähe des Signal Iduna Park, eingefunden, um anschließend ihren Weg zum Stadion anzutreten. Zunächst verhielten sich die emotional angespannten Teilnehmer noch friedlich. Schon hier wurde aber vereinzelt Pyrotechnik gezündet.
Im weiteren Verlauf begannen einzelne Dresdner Gewalttäter die Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und bewarfen Polizeibeamte mit Flaschen und Pyrotechnik. Kurz vor Erreichen des Stadions liefen mehrere hundert Personen auf den Eingangsbereich zu und versuchten die Einlasskontrollen zu überrennen. Die Beamten mussten daraufhin Pfefferspray einsetzen.
Die Polizei musste während der Einlassphase die Fangruppierungen durch den Einsatz starker Polizeikräfte von einander trennen. Auch hier kam es zu dem Bewurf von Polizeikräften mit Glasflaschen und Pyrotechnik. Der Zutritt zum Stadion wurde hierdurch erheblich verzögert, so dass auch die Mannschaftsbusse aus Sicherheitsgründen nicht anfahren konnten. Nachdem sich diese Situation geklärt hatte, wurde das Pokalspiel mit 15 - minütiger Verspätung angepfiffen.
Während des Spiels wurde im Fanblock von Dynamo Dresden eine Vielzahl von Pyrotechnik gezündet. Auf Grund von Übergriffen durch Gewalttäter musste das Spiel zweimal durch den Schiedsrichter unterbrochen werden. Polizeibeamte und Ordner wurden auch im Stadion erneut durch Straftäter aus den Blöcken der Dresdner Fans angegriffen. Nach dem regulären Spielende randalierten mehrere Gewalttäter im Stadioninneren und beschädigten dort Verkaufsstände und Stadioneinrichtungen. Der Schaden im Stadion, so der BVB-Organisationschef Dr. Hockenjos, dürfte sich auf eine knapp 6-stellige Summe belaufen.
So genannte gewaltbereite Problemfans wurden durch Einsatzkräfte zu ihren Bussen begleitet. Hierbei suchten die Straftäter immer wieder gezielt die Konfrontation mit der Polizei. Vereinzelt hielten sich Kleingruppen von Dresdener Anhängern auch im Innenstadtbereich auf, die offensichtlich die Konfrontation mit den BVB Fans suchten. Durch den Einsatz starker Polizeikräfte konnten gewalttätige Auseinandersetzungen verhindert werden.
Nach bisherigem Stand mussten gegen 15 Dresdener freiheitsentziehende Maßnahmen getroffen werden. Mehrere Personen, davon zwei Polizeibeamte, wurden nach jetzigem Stand verletzt.
Nun fängt für die Polizei die Ermittlungsarbeit an. Die Aufnahme von Zeugenaussagen und die Auswertung von Videoaufnahmen zur Verfolgung von Straftaten wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Bisher liegen der Polizei 17 Strafanzeigen vor.
" Ich bin einerseits froh aber auch entsetzt. Zuerst mal bin ich sehr froh, dass durch diese gewaltbereiten Straftäter niemand schwer verletzt wurde. Aber auch 17 Leichtverletzte, darunter zwei Polizeibeamte sind zuviel für ein Fußballspiel. So massive Angriffe gegen die Polizei habe ich in meiner Laufbahn als Polizeiführer von Fußballeinsätzen noch nicht erlebt. Diese angeblichen "Fußballfans", sind in meinen Augen Straftäter, die es nur auf gewalttätige Auseinandersetzungen abgesehen haben. Sie nutzen den Schutz der friedlichen Fans, um aus der Masse heraus ihre Gewalttaten zu begehen.", sagt Polizeidirektor Peter Andres.